Das Berliner Klavier-Duo „PianoPrism“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch außergewöhnliche Programm-Zusammenstellungen neue oder bisher nicht hinreichend wahrgenommene Beziehungen zwischen Musikwerken aus verschiedenen Epochen und Ländern sichtbar zu machen. So kann bei Piano-Prism in einem Programm Ravel neben Reich stehen oder Mozart neben Piazzolla. Ziel ist es dabei, die zwischen den verschiedenen Komponisten und ihren Werken bekanntermaßen bestehenden Parallelen und Querverbindungen durch entsprechend konzipierte und ausgerichtete Programme hörbar und somit erfahrbar zu machen. Hier bietet nicht zuletzt die Moderation Tal Balshais eine wertvolle Hilfe, die auf musikalische Beziehungen hinweist und diese erläutert und dem Publikum auf diese Weise einen neuen, mitunter ungewöhnlich Blickwinkel auf die Musik eröffnet.
Darüber hinaus beschäftigt sich das Duo mit Aufführung zeitgenössischer Kompositionen, insbesondere solcher Werke, die sich im Grenzbereich zwischen verschiedenen musikalischen Richtungen bewegen. Minimal-Music, Tango, Jazz und Klassik rücken auf diese Weise näher zusammen, die vermeintlichen Grenzen zwischen den stilistischen Welten verschwinden und es entsteht ein schönes harmonisches Bild, das im Gegensatz steht zu den typischen Kategorisierungen der Musiktheorie und Musikkritik.